Sensortechnik

Allgemein:

Ebenso wichtig wie Motor und Akku, ist die Sensortechnik. Sie regelt die Übertragung der Motorkraft auf den Antrieb. Je feiner und besser die Abstimmung, desto geringer ist der Energieverbrauch, und um so harmonischer (nicht ruckartig) ist das Tretgefühl bzw. der Kraftzufluss.

Eine Vielzahl von Herstellern bieten unterschiedlichste Systeme an. Vom einfachen Bewegungssensor bis zu optimal programmierten Systemen die in Echtzeit ständig biometrische Daten des Fahrers verarbeiten und an den Motor weitergeben.

 

Steuerung per Bewegungssensor:

Bei den bewegungssensorgesteuerten Systemen erfolgt die Motoransteuerung einfach mittels „AN“- und „Aus“- Schalter, der auf die Tretkurbelbewegung reagiert. Dreht sich die Tretkurbel, gibt es einen Kontakt und der Motor schaltet sich an. Hört man zum Treten auf, schaltet der Motor aus.

Meist gibt es 2 oder 3 Stufen z.b. 25% / 50% oder 100% zusätzliche Motorleistung – welche man vom Lenker aus wählen kann. Dazwischen gibt es keine Motorregulierung.

Dieses System ist einfach im Aufbau und daher auch kostengünstig in der Herstellung. Man spürt deutlich die Kraft und Einsatz des Motors.

 

Steuerung per Kraftsensor:

Kraftsensoren messen den Druck in Echtzeit die der Fahrer aufwendet und steuern die entsprechende Unterstützung durch den Motor hinzu. Die Info über den Druck bekommen die Sensoren in dem sie die Verbiegung oder die Verwindung der Antriebsachse im tausendstel Millimeter Bereich messen. Je mehr Druck, desto mehr Unterstützung erfolgt durch den Motor.

Perfektioniert hat der Motoren Hersteller Panasonic die Kraftsensorenmessung, in dem er nicht nur die Kraft misst, sondern darüber hinaus, das Drehmoment ermittelt, dass auf die Tretlagerachse einwirkt. Damit wird ein Optimum an Energieersparnis und harmonischen Tret- und Fahrgefühl erreicht. Der für Pedelecs typischer Ruck beim Einsetzen des Motors ist fast nicht mehr spürbar.

Bei Panasonic gibt es 3 Übersetzungsstufen: Stufe 1 ist übersetzt mit: 1:0,5 Stufe 2 ist übersetzt mit 1:1 Stufe 3 ist übersetzt mit 1:1,5

Vereinfachtes Beispiel: Würde man alleine mit Muskelkraft 10 Km/h schnell fahren, so könnte man im Vergleich mit Motorunterstützung bei gleichem Kraftaufwand in: Stufe 1: 15 Km/h Stufe 2: 20 Km/h oder in Stufe 3: 25 Km/h fahren (ohne Berücksichtigung des bei höherer Geschwindigkeit zunehmendem Widerstandes)

 

Steuerung per Drehgiff

Hier kann der Fahrer selbst mittels Drehgriff bestimmen, wie stark der Motor unterstützen soll. Da dieses System ein permanentes Abstimmen auf die Topografie durch den Fahrer bedarf, wird es nur von wenigen Herstellern genutzt.